Passat wieder aufbauen-wo ist die Schmerzgrenze?

Alle Themen rund um den Passat/Santana Typ 32/33 und 32B, die nichts mit Technik zu tun haben
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passatpöni
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Re: Passat wieder aufbauen-wo ist die Schmerzgrenze?

Beitrag von passatpöni »

Endlich hat es mal jemand als Algorhytmus ausgedrückt.In der Pkd sind die Leute mit Durchblick...da kannste sagen wat du willst.
82er FLH,Inarisilber,75 PS
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Beim beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfliessen!
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schmidtla
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Re: Passat wieder aufbauen-wo ist die Schmerzgrenze?

Beitrag von schmidtla »

gruga01 hat geschrieben:Hallo zusammen,

erstmal danke für eure Kommentare. Und nochmal ein Riesendanke dafür, daß ihr eigentlich das geschrieben habt was ich lesen wollte. :u:
Ihr habt vollkommen recht. Man kann dabei das Bauchgefühl nicht außer acht lassen. Ich hab den Wagen seit 1991 und bin mit ihm rd. 300.000 km gefahren. Seit 2001 isser abgemeldet, aber abgeben konnte ich ihn nicht. Also wird er wieder hergerichtet. Ich sag mal nicht "koste es was es wolle", aber so ungefähr.

Danke euch nochmal.

P.S. Die Schmerzgrenzformel ist klasse!!!
Ich habe 1987 einen Ford Granada Turnier Bj. 76 von meinem Vater geerbt und habe ihn 27 Jahre von einer Garage oder Scheune in die Andere geschleppt und auch nicht, trotz einiger lukrativen Angeboten nicht verkauft und behalten. Nun hat er natürlich gewaltige Standschäden, die mich aber nicht abhalten, das Auto seit Januar dieses Jahres zu restaurieren.

http://www.passat-kartei.de/forum/viewt ... =8&t=13988

Ich habe bis jetzt knapp 3500.- Euro an Teilen investiert und es wird bestimmt noch mehr...egal, wenn ich mir die Preisentwicklung der guten Einser Turniere anschaue, ist das immer noch rentabel , auch wenn es 5000.- werden sollten!
Deine Entscheidung ist richtig, mach deinen Passi, da weißte was gemacht ist.

Gruß,

schmidtla
Alltagsschlurre A6 C4 Avant, Bj. 1996
32b Variant, Trend, Bj. 86
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dieselix
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Re: Passat wieder aufbauen-wo ist die Schmerzgrenze?

Beitrag von dieselix »

Die Formel von Andi ist klasse! Ich würde sie allerdings noch durch eine weitere Variable ergänzen:
e = Vorhandene Bindung zu genau diesem Auto. 0= Die Karre ist mir irgendwie zugelaufen, 10 = Ich bin quasi auf der Rückbank aufgewachsen.

Diesen Bindungs-Faktor finde ich entscheidend. An meinem Beispiel erklärt:

Mein 32b ist (fast) genau der, den ich will. Deshalb bin ich auch bereit, einiges an Zeit und Geld reinzustecken.
Aber trotzdem ist er "nur" von irgendjemand gekauft und ich habe auch sonst keine persönliche Bindung zu dem Auto wie besonders schöne Erlebnisse o.ä.
D.h. wenn ich irgendwann mal die zentimeterdicke Pampe auf dem Unterboden abkratze und nur auf Löcher und Blätterteig stoße, werde ich ihn wieder verkaufen. Denn so weit geht meine Bindung nicht, dass ich dafür schweißen lerne.

Außer ich habe bis dahin geerbt und kann das Auto einfach in die nächste Werkstatt geben.
Da kommen also wieder die Variablen a - d ins Spiel. :)
Gruß
Johannes
Merlin6000
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Re: Passat wieder aufbauen-wo ist die Schmerzgrenze?

Beitrag von Merlin6000 »

dieselix hat geschrieben:Denn so weit geht meine Bindung nicht, dass ich dafür schweißen lerne.
Das ist aber gerade das was man lernen und können sollte und auch kann mit einem halbwegs vernünftigen Gerät und etwas Übung.

Außer beim lackieren ist das der Bereich wo man am meisten an €€€ einsparen kann wenn man es selber machen kann, und man ist unabhängig und muss keinem anderen hinterher laufen der möglicherweise auch nur pfuscht weil es schnell gehen soll

Was bin ich froh in 1986 mein erstes Schutzgas Gerät gekauft zu haben und damit seitdem schon viele Autos damit retten konnte....
gruga01
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Re: Passat wieder aufbauen-wo ist die Schmerzgrenze?

Beitrag von gruga01 »

Jaja, der Bindungsfaktor. Da kann das Hirn noch so laut "NEIN!!!" schreien - gegen ihn hat es keine Chance.
Ich bin auch einer derjenigen, die in die Bindungsfaktor-Falle hinein getappt sind und alle "Vernunftgründe" gerne überhören.
Das ging ja schon 1991 los, als ich ihn mir kaufte. "Was willste denn damit?" "Wenns wenigstens ein Kombi wäre" "Fließheck-schön ist anders." usw. Später dann "Du fährst die Karre ja immer noch." Als er dann 2001 abgemeldet wurde merkte ich zumindest, daß die Kommentare etwas gnädiger wurden. "Der fährt immer noch?" "Schon lange keinen mehr gesehen."
Na ja, aber eigentlich glaube ich schon, daß sich Auto und Fahrer irgendwie finden und zusammenraufen. Irgendwann passte der Wagen eben wie ein alter, aber bequemer Schuh und man fuhr einfach, freute sich wenn man den Wagen sah, einstieg und er einen von A nach B brachte. Auf Parkplätzen mußte ich mir auch kaum merken wo er stand- je runder die Autos wurden und je mehr silberfarbene und weiße Autos es gab, desto mehr stach er heraus. Und wenn meine Bekannten dann von Elektronikproblemen, ABS oder ESP erzählten mußte ich dem Passi nur die Ohren zuhalten. Sowas gabs bei ihm nicht.
Also-Bindungsfaktor schlägt Hirn mit 1:0. Mindestens.....
Gruß aus dem Rheinland, Thorsten

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Re: Passat wieder aufbauen-wo ist die Schmerzgrenze?

Beitrag von dieselix »

@Merlin:
Stimmt, selber schweißen ist schon sinnvoll. Ich habe aber leider weder den Platz noch die entsprechende Ausstattung dafür.
Ob ich mir beides organisiere hängt wiederum davon ab, wie sehr ich an genau diesem Auto hänge. Bei meinem 32b ist eben noch keine so starke Bindung gewachsen, dass ich das machen würde.
Sobald ich mal mindestens eine eigene Garage habe, überlege ich mir das aber.

@gruga:
Nette Beschreibung, wie Du über die Jahre mit dem Auto verwachsen bist.
Und zum Glück ist so ein Passat ja alltagstauglich. Es ist also nicht so schlimm, wenn die Bindung übers Hirn obsiegt. :) Da gibts bestimmt unvernünftigere Autokäufe.
Gruß
Johannes
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Re: Passat wieder aufbauen-wo ist die Schmerzgrenze?

Beitrag von rvs »

wenn man am auto spass hat kann man schonmal etwas investieren...

bei meinem ersten wagen - ein e30 - ist das in den letzten jahren passiert

bei anderen autos wo sich der spass nurmehr in grenzen hielt - die wurden verkauft

rs
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heipol
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Re: Passat wieder aufbauen-wo ist die Schmerzgrenze?

Beitrag von heipol »

"Na ja, aber eigentlich glaube ich schon, daß sich Auto und Fahrer irgendwie finden und zusammenraufen. Irgendwann passte der Wagen eben wie ein alter, aber bequemer Schuh und man fuhr einfach, freute sich wenn man den Wagen sah, einstieg und er einen von A nach B brachte. Auf Parkplätzen mußte ich mir auch kaum merken wo er stand- je runder die Autos wurden und je mehr silberfarbene und weiße Autos es gab, desto mehr stach er heraus. Und wenn meine Bekannten dann von Elektronikproblemen, ABS oder ESP erzählten mußte ich dem Passi nur die Ohren zuhalten. Sowas gabs bei ihm nicht. "
Die Aussage passt wie die Faust aufs Auge .... und die Formel + Zusatzformel ist echt Klasse. Wir haben mit Sicherheit auch schon mehr in meinen Passerati reingesteckt als den "Verkaufswert" von der Zeit die man reingesteckt hat ganz zu schweigen, die darf man dabei gar nicht wirklich rechnen.
Wenn du die Absicht hast ihn wieder herzurichten um ihn zu verkaufen ... dann lass es sein - dann wird es mit Sicherheit ein Minusgeschäft, das Geld/Zeit was du reinsteckst kriegst du nicht wieder raus. Es ist mehr der ideelle Wert den so ein Fahrzeug hat ....und der ist mit Sicherheit nicht in Euro auszudrücken.
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gruga01
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Re: Passat wieder aufbauen-wo ist die Schmerzgrenze?

Beitrag von gruga01 »

Hallo,

bei aller Liebe zum Passat - aber ihn mit der Absicht herzurichten um ihn anschließend zu verkaufen - das wäre
wohl sehr optimistisch in Hinsicht auf den zu erzielenden Verkaufspreis. Nix da. Er wird noch gebraucht. In der
Woche vor Weihnachten habe ich meinen K70 verkauft und nun ist er der einzige "alte" Wagen den ich noch habe.
Und da der Kasi jetzt als Zugfahrzeug für meinen ollen Wohnwagen weggefallen ist muß der Passat seinen "Hintern
herhalten". ;)
Aber erstmal muss er jetzt umziehen. Momentan steht er noch in einer Tiefgarage und da kannman nix am Wagen machen.

Ups........euch allen noch alles Gute für 2015!!!!
Gruß aus dem Rheinland, Thorsten

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