Wieder einer mit H

Alle Themen rund um den Passat/Santana Typ 32/33 und 32B, die nichts mit Technik zu tun haben
WinfriedB
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Re: Wieder einer mit H

Beitrag von WinfriedB »

Günter hat geschrieben: Aber bei Zierleisten ist das Problem, daß man manche nicht neu erhält. Das Problem ist bei meinem Zweitürer auch. Die anderen habe ich natürlich ausgetauscht.
Dann müssen sie eben so restauriert werden, daß sie dem originalen Erscheinungsbild weitgehend entsprechen. An meiner Karre sind nur die Leisten der Seitenscheiben hinten original ersetzt (die scharfe Biegung hat bei keiner Klebeleiste gehalten), alle anderen sind durch Klebeleisten ersetzt. Der Gutachter hats akzeptiert.

Es gibt auch bei anderen Autos etliches, was nicht mehr original erhältlich ist, da muß man halt so gut es geht ersetzen.

Günter hat geschrieben: Es steht aber eindeutig im Gesetzestext "Zustand 3". und das bedeutet: u.a. keine Durchrostungen. Und bei solchen im tragendem Bereich fällt man ja schon durch die HU.
Und das andere sind alles "Fassadenrenovierungen", die ich nicht durchführen will.
Die Durchrostungen an nichttragenden Teilen sollen ja auch nicht mit Spachtel zugepappt werden. Eine fachgerechte Reparatur (Bleche einschweißen) ist zwar aufwendig, hält dafür aber auch wieder lange und sind m.E. keine "Fassadenreparaturen". Sie tragen zwar nichts zur Funktionsfähigkeit bei - aber ein Oldtimer sollte auch ein bißchen mehr als noch funktionieren.
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Merlin6000
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Re: Wieder einer mit H

Beitrag von Merlin6000 »

Hi

Ich bereite gerade einen 83er Audi 80 CD auf Wiederinbetriebnahme nach 14 Jahren Winterschlaf und H-Zulassung vor, habe Kontakt mit Dekra Fulda und einem Prüfer der KÜS, beide sagen klar das ich mit sichtbarem Rost überhaupt nicht auftauchen brauche, auch Dellen und sichtbare Kratzer oder Unterschiede im Farbton sind ein NoGo, die fordern klar Zustandsnote 3, wobei Note 2 bei denen einem Neuwagenzustand bei Auslieferung entspricht, hier sind maximal kleinste Gebrauchsspuren erlaubt

Die Prüfer haben Angst das bei der nächsten HU mit einem pingeligem Prüfer bei der HU die H-Zulassung wieder entzogen wird und die Prüfer dann Ärger im nachhinein bekommen

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Günter
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Re: Wieder einer mit H

Beitrag von Günter »

WinfriedB hat geschrieben: Eine fachgerechte Reparatur (Bleche einschweißen) ist zwar aufwendig, hält dafür aber auch wieder lange und sind m.E. keine "Fassadenreparaturen".
Hallo,
da bin ich der gleichen Meinung.
Aber ich schneide doch kein Blech raus, das noch nicht durchgerostet ist. Das muß entrostet werden, eventuell mit Rostumwandler nachbehandelt, und ein Lackneuaufbau, eventuell mit dünner Spachtelschicht. Und dann sind wir bei der Teillackierung. Da kann man auch diskutieren zwecks H-Nummer.
MfG
Günter

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WinfriedB
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Re: Wieder einer mit H

Beitrag von WinfriedB »

Klar, solange das Blech noch sanierbar ist, sollte man das auch tun.

Teillackierung ist aber für H-Kennzeichen auch kein Problem, solange sie fachgerecht gemacht wird. Bei mir wurden zwei ausgetauschte Türen komplett, eine teillackiert, außerdem ein Kotflügel und beide hinteren Radläufe + Endspitzen. Wenn das gut gemacht wird, sind Farbunterschiede bestenfalls auf den zweiten Blick erkennbar.

Natürlich sollte der restliche Lack auch einigermaßen OK sein und von der Oberflächenqualität zu den nachlackierten Teilen passen. Ich habe das ziemlich abgestumpfte Gambiarot mit TurtleWax MagicMatch maroon (gibts bei Pollin für 2,50EUR die Dose, vermutlich tuts aber auch anderes Farbwachs) wieder ziemlich auf Glanz gebracht - auf den ersten Blick nicht von den neulackierten Teilen unterscheidbar. Nur bei Haube und Dach mußten die Profis ran, haben aber auch wieder Glanz bekommen.
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Burt
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Re: Wieder einer mit H

Beitrag von Burt »

Manche Leute wollen es aber auch so gar nicht. Das H. :occasion5:
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Alle sagten: Das geht nicht! Dann kam einer, der wußte es nicht. Und hat's gemacht :D
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das Müller
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Re: Wieder einer mit H

Beitrag von das Müller »

Hallo:
Zitat
,, Ein Fahrzeug auf das man zugeht und bei näherer Betrachtung unschwer Gebrauchsspuren und diverse kleinere Mängel erkennt. Die Gebrauchsspuren sollten sich in der Nachvollziehbaren Gesamtlaufzeit bzw. Laufleistung nach einer Restaurierung widerspiegeln. Entsprechend hierzu ist auch der Verschleißgrad der Technik.``
Es muß nicht alles neu sein was glänzt. Auch eine gebrauchte Zierleiste ist OK. sie sollte aber da sein, wenn hier und da noch Kleinigkeiten dazu kommen Wichtig ist der Gesamteindruck. Eine Durchrostung ist nicht immer TÜV relevant, z.B. Türunterkante, Durchrostung unter großen Lackblasen (nicht tragende Teile)
Ich habe eine 75er 914 VW-Porsche. Das Auto wurde in den USA lackiert, hier und da Orangenhaut. Auf dem linken Klappscheinwerfer ist ein Lackriss und der Innenraum hat Vollledersitze die gab es nicht Original. Aber auf dem erst klick sieht das Auto recht gut aus. Wenn man näher kommt merkt man dass der Wagen viel durchgemacht hat. Bei über 200 000km ist das auch OK. Zustand 3 und H-Kennzeichen ohne Problem. Es ist auch ein Unterschid ob es ein Passat oder ein Porsche ist.
Das Auto sollte gut da stehen. Wenn man vorbei geht sollte man sagen können: Der sieht für sein Alter aber echt noch gut aus. Und da macht sich sichtbarer Rost nicht gut.
P.S. Schau mal auf mein Bild rechts, Da fehlt doch was! Bei Classicdata war das aber OK. weil der Rest gestimmt hat. Zustand 2.
http://www.ebay.de/itm/VW-Passat-32b-bj ... 43b9f4cd07
Ich bin der Meinung, so ein Fahrzeug hat die H-Nummer verdient, wenn spätestens beim dritten Prüfer.
Aber eine neue Wasserpumpe macht doch keinen 2ten Frühling. Das Auto ist für meinen Geschmack ziemlich verlebt.
Für mich hat der Wagen Zustand 4.
Es ist richtig, die Tendenz geht zu Note 2. In der Vergangenheit wurde auch viel Schott mit einem H- versehen. Es soll auch kein billiges Auto sein das im Täglichen gebrauch íst, um möglichst die Verordnungen der Feinstaubzonen zu umgehen.
VW Passat C 1986 1.6 ca 59 000km.
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Re: Wieder einer mit H

Beitrag von Seewolf1980 »

Hallo,
so nun hab ich auch ein H, dass hat mich wieder mehrere Jahre meines Lebens gekostet.
Der erste Prüfer bei dem einen Termin gemacht hatte, der sonst allles nicht so eng sieht, hat mir doch glatt das H verweigert weil ich an einem total Originalen Auto Stahlflexleitungen 2002 (wurde in 2002 extra abgenommen aber noch nicht in die Papiere eingetragen) verbaut habe und diese nicht 10 Jahre nach Erstzulassung angebaut wurden (wegen dem Prüfbericht). ](*,)
Mein Einwand das Umwelt und Sicherheitsänderungen immer zulässig sind hat er nicht akzeptiert. :shock:
Er könnte AU und HU machen aber kein H-Gutachten :respekt , ich hatte sowieso noch bis 08/14, was soll der Quatsch?
Bin dann da wieder weg und habs einfach woanders nochmal versucht und da ging das ohne Probleme, AU/HU/H-Gutachten ohne Mängel.
War heute beim Straßenverkehrsamt und die haben umgeschlüsselt auf die 98 und die Stahlflexleitungen sind jetzt auch eingtragen.
Hier mal ein paar Bilder von der Bastelbude, nee also ich verstehs echt nicht von dem ersten Prüfer..., es wird immer bekloppter
BILD0811.JPG
BILD0812.JPG
BILD0813.JPG
BILD0814.JPG
BILD0815.JPG
Grüße
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Re: Wieder einer mit H

Beitrag von das Müller »

Na sieste, geht doch, kommt eben auf den Prüfer an. :ugeek:
VW Passat C 1986 1.6 ca 59 000km.
Tilman
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Re: Wieder einer mit H

Beitrag von Tilman »

Hallo Heiner,

Glückwunsch zum "H"... - den Ansatz mit den Stahlflexleitungen kann ich rein argumentativ seitens des Prüfers nachvollziehen, glücklicherweise hast Du ja einen anderen gefunden: Da tickt eben jeder anders. Was ich aber viel spannender finde, das ist die Schaltung der Nebelscheinwerfer: Schaltung NSW ohne Standlicht (wie scheinbar fotografiert) war mir bisher nicht bekannt, m.W. auch nicht erlaubt...?

Grüße
Tilman
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Doc Brown
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Re: Wieder einer mit H

Beitrag von Doc Brown »

Lange ist es her, dass ich meinen Passat in den Graben gesetzt habe.
In der letzten zeit geht es mir nicht so gut, bekomme nix auf die reihe,...aber ich kann nicht ewig den kopf in den sand stecken:

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Nachher bau ich ihn wieder zusammen...